ETF Kosten einfach erklärt

ETFs gelten oft als vergleichsweise kostengünstige Geldanlage. Trotzdem entstehen auch bei ETFs Kosten, die langfristig Einfluss auf die Rendite haben können.

Kurz gesagt: ETF-Kosten bestehen vor allem aus laufenden Fondskosten, möglichen Kaufgebühren, Spread und Depotkosten.

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Welche Kosten gibt es bei ETFs?

Bei ETFs können verschiedene Kostenarten eine Rolle spielen. Nicht alle Kosten sieht man direkt auf den ersten Blick.

  • laufende Fondskosten
  • Kauf- und Verkaufsgebühren
  • Sparplangebühren
  • Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs
  • mögliche Depotgebühren
Je niedriger die Kosten, desto mehr bleibt langfristig von der Rendite übrig.

Was bedeutet TER?

TER steht für Total Expense Ratio. Sie beschreibt die laufenden jährlichen Kosten eines ETFs in Prozent.

Eine TER von 0,20 % bedeutet, dass jährlich ungefähr 0,20 % des Fondsvermögens als laufende Kosten anfallen.

TER Kosten pro Jahr bei 10.000 €
0,10 % ca. 10 €
0,20 % ca. 20 €
0,50 % ca. 50 €

Warum Kosten langfristig wichtig sind

Kleine Kostenunterschiede wirken auf den ersten Blick unscheinbar. Über viele Jahre können sie aber eine spürbare Wirkung auf das Endvermögen haben.

Deshalb vergleichen viele Anleger bei ETFs nicht nur Index und Anbieter, sondern auch die laufenden Kosten.

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Was ist der Spread?

Der Spread ist der Unterschied zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs. Beim Kauf zahlst du häufig etwas mehr, beim Verkauf erhältst du etwas weniger.

Bei großen, viel gehandelten ETFs ist der Spread oft niedriger als bei sehr kleinen oder exotischen ETFs.

Sind günstige ETFs immer besser?

Nicht automatisch. Kosten sind wichtig, aber nicht der einzige Faktor.

Auch Index, Fondsgröße, Replikationsmethode, Ausschüttungsart und Handelbarkeit können eine Rolle spielen.

Häufige Fragen

Was ist eine gute TER bei ETFs?

Viele breite Aktien-ETFs liegen häufig unter 0,50 %. Sehr günstige ETFs können deutlich darunter liegen.

Fallen ETF-Kosten direkt vom Konto ab?

Laufende Fondskosten werden meist intern im Fonds berücksichtigt und nicht separat vom Konto abgebucht.

Sind kostenlose ETF-Sparpläne wirklich kostenlos?

Manche Anbieter verzichten auf Ausführungsgebühren. Trotzdem können weiterhin ETF-interne Kosten und Spreads anfallen.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung dar.

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