Was ist der Zinseszinseffekt einfach erklärt?

Der Zinseszinseffekt beschreibt, dass nicht nur dein ursprüngliches Kapital Erträge erwirtschaftet, sondern auch bereits erhaltene Erträge erneut mitwachsen können.

Einfach gesagt: Beim Zinseszins arbeiten auch deine bisherigen Gewinne weiter für dich.

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Wie funktioniert der Zinseszinseffekt?

Wenn Erträge nicht ausgezahlt, sondern wieder angelegt werden, können sie in Zukunft selbst weitere Erträge erzeugen.

Dadurch kann Vermögen langfristig schneller wachsen als bei einfacher Verzinsung.

Je länger Geld investiert bleibt, desto stärker kann der Zinseszinseffekt wirken.

Ein einfaches Beispiel

Angenommen, du legst 10.000 € an und erzielst 5 % Rendite pro Jahr.

Jahr Vermögen
Start 10.000 €
nach 1 Jahr 10.500 €
nach 2 Jahren 11.025 €
nach 3 Jahren 11.576 €

Im zweiten Jahr werden nicht nur die ursprünglichen 10.000 € verzinst, sondern auch die 500 € Ertrag aus dem ersten Jahr.

Warum ist Zeit so wichtig?

Der Zinseszinseffekt braucht Zeit. In den ersten Jahren wirkt der Unterschied oft klein, später kann das Wachstum deutlich stärker werden.

Deshalb beginnen viele Anleger möglichst früh mit Sparplänen.

ETF-Sparplan berechnen

Zinseszins bei ETFs

Bei ETF-Sparplänen kann der Zinseszinseffekt entstehen, wenn Erträge wieder angelegt werden und das Vermögen langfristig wächst.

Besonders thesaurierende ETFs werden häufig mit dem Zinseszinseffekt verbunden, weil Erträge automatisch wieder im Fonds bleiben.

Was beeinflusst den Zinseszinseffekt?

  • Startkapital
  • monatliche Sparrate
  • Rendite
  • Laufzeit
  • Kosten
  • Steuern

Häufige Fragen

Was bedeutet Zinseszins einfach?

Zinseszins bedeutet, dass bereits erhaltene Erträge erneut Erträge bringen können.

Warum ist der Zinseszins so mächtig?

Weil Wachstum über lange Zeit nicht nur linear, sondern zunehmend stärker wirken kann.

Funktioniert Zinseszins auch bei kleinen Beträgen?

Ja. Auch kleine regelmäßige Beträge können über viele Jahre wachsen.

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